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Jugenddemokratieprojekt INTEGRAL

"Jugendliche begleiten den Lokalen Integrationsplan Hannover"

Hintergrund:

Die Landeshauptstadt Hannover hat einen Lokalen Integrationsplan (LIP) ausgearbeitet, der Handlungsfelder für wesentliche Lebensbereiche benennt, in denen die Bemühungen um die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadt verstärkt werden sollen. Der LIP ist dabei nicht als eine einmal postulierte politische Willenserklärung zu verstehen, „sondern als ein auf Weiterentwicklung angelegtes Handlungsprogramm“. Das vom 1.7.2008 - 31.12.2009 durchgeführte Jugenddemokratieprojekt im Rahmen des EU-Programms „Jugend in Aktion“ verstand sich als Begleitungs-, Evaluations- und Entwicklungsinstrument, mit dem Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund ihren Bedarf, ihre Lebensrealität und ihre Interessen in den LIP hineintragen konnten.

 

Projektbeschreibung:

„Integral“ – ein ganzes ausmachend, für sich bestehend] (DUDEN)

Im Sommer 2008 hat der Rat der Stadt Hannover den LIP angenommen. Damit soll die Integrationspolitik der Landeshauptstadt koordiniert und mit neuen Impulsen versehen werden. Wie wirken sich diese Integrationsbemühungen auf betroffene Jugendliche aus? Spiegeln sie die Lebensrealität von Jugendlichen mit Migrationshintergrund wider und geben adäquate Antworten auf Probleme, Bedürfnisse und Ausschließungsmechanismen?

 

Im „Integral“-Jugenddemokratieprojekt wird eine Gruppe Jugendlicher mit und ohne Migrationshintergrund über einen Zeitraum von 1 ½ Jahren die Umsetzung des LIP begleiten, kommunizieren und auswerten. Die Gruppe wird durch Multiplikatoren-Trainings zu „Integrations-Scouts“ ausgebildet, die die wesentlichen und für Jugendliche relevanten Handlungsfelder des LIP durch niedrigschwellige Workshopangebote für Jugendliche unterschiedlicher Zielgruppen aufbereiten und kommunizieren. In Schulklassen, Sportvereinen, Jugendzentren und anderen Orten, an denen sich Jugendliche mit Migrationserfahrung konzentrieren, soll die Gruppe in erster Linie Feedback einsammeln: Wie stellt sich jugendliches Leben im kulturell vielfältigen Hannover dar; wo funktioniert Integration und wo nicht; wie stellen sich Jugendliche Integration überhaupt vor?

 

In einem zweiten Schritt wird dieses Feedback den einzelnen im LIP vorgesehen Handlungsschritten zugeordnet und als Bewertung aus jugendlicher Sicht dem Rat, der Verwaltung und einzelnen Lokalpolitiker/innen der Landeshauptstadt Hannover vorgestellt. Langfristiges Ziel ist eine kontinuierliche Diskussion Jugendlicher mit und ohne Migrationshintergrund mit politisch Verantwortlichen, ohne dass die Jugendlichen dafür politisch organisiert sein müssten oder die für viele Jugendliche beschwerlichen Wege in die Lokalpolitik machen müssen.

 

Ein dritter Bestandteil des „Integral-Jugenddemokratieprojektes“ ist eine internationale Zusammenarbeit mit Jugendlichen und Lokalpolitiker/innen aus der englischen Stadt Bristol, einer Partnerstadt Hannovers. Hierbei sollen unterschiedliche Integrationskonzepte verglichen und die unterschiedlichen Erfahrungen Jugendlicher in gegenseitigen Besuchen in beiden Städten dargestellt werden.