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Jugend öffnet Politik am Beispiel von Integrationskonzepten
für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund

Ein Modellprojekt zum strukturierten Dialog in Niedersachsen
und Nordrhein-Westfalen

Veranstalter:

Profondo e.V. – Beratungsbüro für Jugend.Europa.Bildung
Borriesstr. 28, 30519 Hannover
Tel.: 0511-8386012
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Web : http://www.profondo.org
Ansprechpartner: Frank Schmitz

 

Kooperationspartner:

 

Projektzeitraum:

01.Juni 2008 bis 28. Februar 2009
Mit der Option einer Projektverlängerung nach Bedarf

 

Zielgruppe:

 

Projektziele:

Mit dem seit 2006 von der EU-Kommission entworfenen Konzept des strukturierten Dialogs versuchen die politischen Gremien auf europäischer- und Bundesebene die strukturierte Kommunikation zwischen Verantwortlichen aus Politik und Jugendlichen zu implementieren. Dieser Dialog soll bis auf die lokale Ebene fortgesetzt, im idealfall dort begonnen werden. Mit dem hier skizzierten Projekt soll ein Versuch unternommen werden, diesen Prozess sowohl in Niedersachsen als auch in Nordrhein-Westfalen mit sehr unterschiedlichen Akteuren aus dem Bereich der Jugendpolitik auf einen konstruktiven Weg zu bringen. Jugendliche sollen mit Politik in konkreten und ständigen Dialog treten. Aus den Erfahrungen aus anderen Projekten und Bundesländern haben wir u.a. die Themenpalette auf ein einziges, auf Integrationskonzepte für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund, fokussiert. Die Erfahrungen aus diesem Projekt können im Anschluss zu einer Ausweitung der Themen und der Zielgruppe führen. Eine Fortsetzung dieses Prozesses ist wünschenswert und der Aufbau einer Koordinierungsstelle für den strukturierten Dialog in Niedersachsen unter Einbeziehung aller wichtigen Akteure wird angestrebt.

 

2008 ist das europäische Jahr des interkulturellen Dialogs. Gleichzeitig wird in deutschen Medien die Frage nach wirksamen Konzepten zur Integration von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund sehr intensiv diskutiert. Hintergrund ist die demographische Entwicklung in deutschen Großstädten, die u.a. diagnostiziert, dass bereits heute ca. 40% der Jugendlichen einen Migrationshintergrund vorweisen können. Tendenz steigend! Somit soll dieses Projekt die Integrationsbemühungen zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund sowie zwischen PolitikerInnen verstärken.

 

Wir wollen in diesem Projekt zwei Zielgruppen zueinander führen, die bisher vor allem übereinander statt miteinander gesprochen haben: Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund und Entscheidungsträger aus Verwaltung und Politik gemeinsam.

 

Projektaktivitäten:

Die koordinierende Organisation PROFONDO analysiert mit den beteiligten Projektpartnern zum einen die Situation in Niedersachsen und mobilisiert daraufhin jeweils ca. 5 aktive Jugendparlamente oder Jugendinitiativen, die lokal verankert sind und in denen ein angemessener Anteil Jugendlicher mit Migrationshintergrund engagiert ist.

 

Parallel werden in Nordrhein-Westfalen mit Hilfe von vereinzelten engagierten Jugendlichen, u.a. von den ehemaligen TeilnehmerInnen des Youth Events 2007 in Deutschland sowie von jugendlichen MigrantInnen aus Aus- und Fortbildungen im Jugendbereich weitere interessierte Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund aus verschiedenen Jugendorganisationen und Institutionen rekrutiert.

 

Diese beiden Ansätze, einmal, dass Jugendliche selber Jugendliche suchen und zum Anderen, dass aus bestehenden Jugendparlamenten und -initiativen Jugendliche mobilisiert werden, ist ein wichtiger Modellbaustein unseres Projektes zum Strukturierten Dialog, um Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund anzusprechen.

 

Diese lokalen Gruppen werden zu verbindlichen Projektpartnern, die durch Unterstützung des koordinierenden Beratungsbüros Kontakt zu Lokalpolitiker/-innen aufbaut. Diese Personen sollen ebenfalls zu einer hohen Verbindlichkeit motiviert werden und damit AnsprechpartnerInnen und KooperationspartnerInnen werden. Diese beiden Partner organisieren im Projektzeitraum regelmäßig (z.B. monatlich) stattfindende runde Tische Jugend und Politik zu den von ihnen vereinbarten Themen, die bei Bedarf von außen moderiert werden können.

 

Parallel werden die PolitikerInnen durch PROFONO und dessen Kooperationspartner für diesen Dialog auf einem Treffpunkt Politik sensibilisiert und qualifiziert. Gleiches passiert mit den beteiligten Jugendgruppen, die in 5 Qualifizierungsbausteinen auf einen angemessenen Dialog mit den Entscheidungsträgern aus Verwaltung und Politik vorbereitet werden.

 

Die Erfahrungen aus den lokalen runden Tischen sollen auf einem gemeinsamen Feedback-Meeting ausgetauscht und vertieft werden, bevor die Beteiligten aus dem lokalen Dialogprozess mit Abgeordneten aus dem niedersächsischem und nordrhein-westfälischen Landtag gemeinsame Zielvorgaben für neue Handlungsplanungen entwickeln. Alle Absprachen und Handlungsplanungen in diesem Prozess sollten möglichst konkret und kleinschrittig formuliert werden, auch, um Fortschritte sichtbar erscheinen zu lassen und die Motivation aller Beteiligten aufrechterhalten zu können.

 

Bei Bedarf wird am Ende der Projektlaufzeit über mögliche Perspektiven eines Dialogs mit den beteiligten Jugendlichen auf Bundes- und Europaebene reflektiert.

 

Finanzierung:

 

Zeitplan:

Zeitplan.pdf (30 KB)

 

SD_Projektskizze: